Fortbildung „Einsatz von VR-Medien im Unterricht“
Seit 2023 konnte das MPZ Leipzig in einem durch den Freistaat Sachsen
und die Stadt Leipzig geförderten Vorhaben erste unterschiedliche
VR-Projekte mit verschiedenen Leipziger Schulen erfolgreich erproben.
Auch im Schuljahr 2024/25 bietet das MPZ Leipzig interessierten Schulen
bzw. Lehrkräften wieder verschiedene Angebote rund um Virtual Reality
an.
Unter dem Titel „Einsatz von VR-Medien im Unterricht“ lernen interessierte Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler in einer Fortbildung ab Ende Oktober Möglichkeiten rund um VR am Beispiel des VIL-Systems (VIL - Virtuelles Interaktives Lernen) kennen, um diese im eigenen Unterricht der jeweiligen Fachbereiche zu erproben.
Anmeldungen sind bis zum 13.09.2024 über ein Online-Formular möglich.
Neben dieser Qualifizierungsveranstaltung soll ab Oktober eine weitere Qualifizierungsmaßnahme einen Einstieg zu „VR in der aktiven Medienarbeit “ ermöglichen und Lehrkräfte auf den Weg bringen die VR-Technik des MPZ-Leipzig für eigene Projektvorhaben einzusetzen.
>>> Weitere Infos dazu befinden sich auf einer seperaten Seite.
Was ist das Ziel des Projektes?
Das übergeordnete Projektziel besteht darin, in einem gemeinsamen Vorgehen mit Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern zu erkunden, wie VR zur kooperativen Gestaltung von Unterricht genutzt werden kann und wie alle Beteiligten zugleich mit, von und über VR-Technologien lernen können. Die beteiligten Schulen haben so die Möglichkeit, in einem fortlaufenden Prozess eigene Vorhaben zu entwickeln und unterstützt durch das MPZ eigen Unterrichtsszenarien zu erproben.
Beschreibung Fortbildung „Einsatz von VR-Medien im Unterricht“
Veranstaltungsnummer: MPZL24-VRU-1
Thema:
1 Beschreibung
Das MPZ Leipzig hat 2023 verschiedene VR-Technologien angeschafft; in dieser Fortbildung wird das System VIL (Virtuelles Interaktives Lernen) vorgestellt. Das VIL-System ermöglicht, auf ausgewählte VR-Anwendungen zurückzugreifen und diese mittels verschiedener Moderationstechniken im Unterricht einzusetzen. Nach einführenden pädagogischen und didaktischen Hinweisen zum Einsatz von VR-Technologien im Unterricht fokussiert die Fortbildung im Sinne einer Qualifizierung zur Selbstbefähigung darauf, das VIL-System kennenzulernen und auszuprobieren.
Nach aktiver Teilnahme können die Teilnehmer*innen das VIL-System samt dazugehöriger VR-Hardware, darunter VR-Brillen, ausleihen und im eigenen Unterricht einsetzen. Aufgrund des Erprobungscharakters ist geplant, dass die Referenten einzelne Einsätze im Unterricht nach Absprache beobachtend begleiten.
2 Ziele
• Die Teilnehmenden vertiefen ihr Wissen zum Einsatz interaktiver Tafelsysteme im Unterricht
• Sie lernen interaktive Möglichkeiten kennen, mobile Endgeräte anzubinden und einzusetzen
• Sie gestalten und erproben eigene interaktive Unterrichtssequenzen
3 Inhaltliche Schwerpunkte
• Pädagogische und didaktische Hinweise zum Einsatz von VR-Technologien im Unterricht
• Bedienfunktion und Inhalte des VIL-Systems für den Einsatz von VR-Technologien im Unterricht
• Praktische Erprobung des VIL-Systems für den Einsatz im eigenen Unterricht
• Ableitung eventueller Handlungsempfehlungen für den Einsatz im (eigenen) Unterricht
4 Hinweise für die Teilnehmer*innen
• Werfen Sie vorab einen Blick in die VIL-Mediathek und prüfen Sie selbst, ob für Ihren Unterricht grundsätzlich geeignete Inhalte verfügbar sind: https://portal.vil.digital/library. Mittels „# Suche“ oder auch „Inhaltstyp“ können Sie filtern.
• Die Fortbildung ist sowohl für Lehrkräfte als auch Schüler*innen geöffnet.
5 Zielgruppe
• Lehrkräfte aller Unterrichtsfächer weiterführender Schulen
• Die Fortbildung ist sowohl für Lehrkräfte als auch Schüler*innen geöffnet. Je Anmeldung sind bis zu drei Personen der gleichen Schule möglich, wobei mind. eine Person eine Lehrkraft sein muss. Die Anzahl der Teilnehmenden ist bitte bei der Anmeldung anzugeben.
minimale Teilnehmerzahl: 06; maximale Teilnehmerzahl: 18
6 Anmeldung
@ Kontaktformular (ab Anfang August 2024)
7 Veranstaltung
Art: Präsenzveranstaltung
Ort: MPZ Leipzig
Zeit: 30.10.2024; 14:00–16:30 Uhr
Referenten: Bastian Bielig, Daniel Roß
Bei absehbarer Verhinderung bitte unbedingt bis Montag vor der Veranstaltung bei den Referenten absagen.
Informationen zum Projekthintergrund
Die Stadt Leipzig als Schulträgerin hat sich das Ziel gesetzt, sinnvolle Einsatzszenarien von VR für den Unterricht bzw. die Schule auszuloten und das MPZ Leipzig damit beauftragt, Konzepte für den Einsatz von VR zu erarbeiten, zu erproben und auszuwerten. Die Ergebnisse sollen anschließend allen Schulen der Stadt Leipzig zugänglich gemacht werden.
Virtuelle Technologien ziehen zunehmend in unterschiedliche Lebensbereiche des Alltags ein. Einerseits bieten inzwischen diverse Anbieter verschiedene Hard- und Softwareprodukte an, die mit ihren Angeboten gezielt Kinder und Jugendliche adressieren. Zudem spielen virtuelle Realitäten auch in unterschiedlichen Unternehmenskontexten bereits eine Rolle mit der Tendenz, künftige Arbeitswelten – bis hin zu eigenständigen Berufsfeldern – grundlegend zu prägen bzw. zu verändern. Andererseits kommen VR-Medien auch im Bildungsbereich bereits zum Einsatz. Im schulischen Kontext werden beispielsweise VR-Inhalte als Unterrichtsmedium eingesetzt, um bestimmte Inhalte so zu vermitteln, wie es andere Medien nicht ermöglichen. Dabei wird vor allem auf das Potenzial gesetzt, räumliche Perspektiven zu erweitern und Inhalte interaktiver bzw. unmittelbarer (auch emotional) erfahrbar zu machen. Zugleich zielt dieses Szenario primär auf die Rezeption von Inhalten mittels VR-Technologien ab.
Im Projekt „VR an Leipziger Schulen“ soll dieser Ansatz erweitert werden, indem das MPZ Leipzig die Frage verfolgt, wie VR zur gemeinsamen Gestaltung von Unterricht(-skonzepten) genutzt werden kann und wie sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler durch das aktive Erstellen und Gestalten eigener VR-Inhalte mit, von und über VR-Technologien lernen können. Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, sich aktiv sowie kritisch-reflexiv mit VR auseinanderzusetzen, indem sie zunächst VR-Technologien und entsprechende Technik (Hardware) sowie Bearbeitungswerkzeuge (Software) kennenlernen, bevor sie diese selbst kreativ einsetzen und eigene VR-Inhalte gestalten. Dadurch lernen die Beteiligten letztendlich grundlegende Prinzipien von VR-Technologien bzw. virtueller Welten grundsätzlich zu verstehen und ihren Nutzen sowie ihre Grenzen adäquat zu reflektieren.
Das Projekt „VR an Leipziger Schulen“ wurde bis 2023 finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes im Rahmen der Förderrichtlinie „Initiative Digitale Schule Sachsen“ sowie durch Mittel der Stadt Leipzig.