SLM und SMK prämieren Projekt von Max-Klinger-Schule mit dem MPZ Leipzig als „Bestes Medienbildungsangebot mit Jugendlichen“
Auszeichnung für ein gemeinsames Medienbildungsprojekt: Die Max-Klinger-Schule und das MPZ Leipzig erhalten den Medienpädagogischen Preis 2026 in der Kategorie „Bestes Medienbildungsangebot mit Jugendlichen“. Prämiert wurde ein Projekt, das Virtual Reality, plastisches Gestalten und 3D-Druck miteinander verbindet.
Am 29. Oktober 2026 haben die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) und das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) den Medienpädagogischen Preis 2026 verliehen. Dabei wurde die Max-Klinger-Schule (Gymnasium der Stadt Leipzig) für ein gemeinsames Projekt mit dem Medienpädagogischen Zentrum Leipzig (MPZ) in der Kategorie „Bestes Medienbildungsangebot mit Jugendlichen“ ausgezeichnet.
Unter dem Titel „Körper – Raum – Perspektive: Plastisches Gestalten im virtuellen Dialograum“ hatten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 im Rahmen eines Schulprojekts im Frühjahr 2026 über zwei Tage mit Virtual Reality als künstlerischem Gestaltungsmedium und 3D-Druck auseinandergesetzt. Beteiligt waren 34 Jugendliche des künstlerischen Profils und der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA). In der VR-Anwendung „Gravity Sketch“ hatten die Beteiligten des künstlerischen Profils in Zweierteams zunächst digitale 3D-Plastiken entwickelt, die sie durch Bewegungen im virtuellen Raum kooperativ gestalteten. Anschließend wurden die Objekte unterstützt durch Schülerinnen und Schülern der JIA in druckfähige 3D-Modelle überführt. Dafür wurden die Dateien in der Software „Blender“ technisch bearbeitet und für den 3D-Druck optimiert. So entstanden individuelle Plastiken, die als physische Objekte realisiert wurden. Die entstandenen Arbeiten wurden abschließend in einer Schulausstellung präsentiert.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Filmtheater Schauburg in Dresden nahmen Projektbeteiligte der Max-Klinger-Schule und des MPZ Leipzig den Preis gemeinsam entgegen. Das Preisgeld kommt der Max-Klinger-Schule zugute. Die Jury würdigte in der Laudatio insbesondere den innovativen Charakter des Projekts sowie die gelungene Verbindung von künstlerischem Denken und technischer Umsetzungskompetenz. Hervorgehoben wurden dabei das Peer-to-Peer-Lernen und die Verbindung von digitaler Visualisierung und praktischer Produktion. Im anschließenden Bühnengespräch betonte eine der beteiligten Schülerinnen, dass die aktive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Virtual Reality auch für die Schülerinnen und Schüler einen neuen Zugang zu dieser Technologie eröffnete. Während einige Jugendliche VR bislang vor allem aus der privaten Nutzung und überwiegend im Zusammenhang mit digitalen Spielen kannten, bot das Projekt allen die Gelegenheit, Virtual Reality als kreatives Gestaltungsmedium kennenzulernen und eigene Ideen damit experimentell umzusetzen.
Der Medienpädagogische Preis ist eine sachsenweite Auszeichnung, mit der die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) und das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) jährlich herausragende Medienprojekte und Medienbildungsangebote mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auszeichnen. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Medienkompetenz aller Altersgruppen zu fördern, das Engagement der Akteurinnen und Akteure in der Medienbildung zu würdigen und innovative Ansätze sowie kreative Methoden der Medienarbeit sichtbar zu machen. Darüber hinaus greift der Preis aktuelle Themen und Herausforderungen der Medienbildung auf und gibt Impulse für deren Weiterentwicklung.
Auf der Webseite der SLM sind weitere Informationen zu den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie zum Preis selbst zu finden.
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